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Die richtige Rute für Softjerks

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ImageJerkruten werden in Deutschland meist mit kurzen und harten "Knüppeln" in Zusammenhang gebracht, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie auch 100 Gramm schwere Legosteine werfen können und das der Drill auch größerer Fische eigentlich spaßfrei ist. Softjerks sind deutlich leichter und auch nicht mit großen und dickdrähtigen Haken versehen, dadurch sind so harte Ruten völlig überflüssig. Natürlich kann man die Angelei mit Softjerks mit einer ganz normalen Spinnrute ausprobieren, allerdings gibt es doch ein paar Merkmale, die meiner Meinung nach die richtige Angeltechnik vereinfachen und so mehr Spaß bringen.

Die Rutenlänge ist normalerweise zu einem nicht unerheblichen Teil Geschmackssache, aber gerade beim Angeln mit Softjerks haben kurze Ruten unter zwei Metern Länge einen klaren Vorteil. Die Köderführung sieht dabei so aus, dass der Angler die Rute vor dem Körper mit der Spitze in Richtung Wasseroberfläche hält, um dann den Köder mit leichten Zupfern zum Leben zu erwecken. Mit einer längeren Rute müsste die Köderführung seitlich erfolgen. Das geht zwar grundsätzlich, ist aber deutlich unbequemer und auch ungenauer. Eine kurze Rute ist eben auch einfach handlicher, die Köderführung kann locker aus dem Handgelenk erfolgen, ich finde diesen Punkt sehr wichtig.

ImageWeil die Rute vor dem Körper gehalten wird, ist ein kurzer Griff ein weiteres Merkmal, das die Angelei mit Softjerks komfortabler macht. Der Grund ist, dass der Rutengriff sonst immer wieder im Weg ist und an der Jacke oder einem eventuellen Bierbauch hängen bleibt. Es gibt Leute, die dafür sogar ganz kurze Pistolengriffe bevorzugen, aber ein Griff, der 25 cm unterhalb des Rollenhalters nicht überschreitet, sollte passen.

Das benötigte Wurfgewicht und die Kraft der Rute hängen natürlich von den verwendeten Ködern und den zu beangelnden Fischen ab. Die Köder zum Barschangeln wiegen mit Blei und Haken zusammen eigentlich nie mehr als zehn Gramm.  Das schafft auch eine wirklich leichte Rute mühelos. Um die Offsethaken aber sicher aus dem Gummi ins Barschmaul zu bekommen, muss die Rute etwas Rückgrat haben, ein echtes Wurfgewicht um die 20 Gramm ist optimal. Für Hechte darf es dann etwas mehr sein, da die Köder hier in der Regel etwas größer ausfallen und oft in der Nähe von Wasserpflanzen gefischt wird. Eine leichte Jerkrute macht da durchaus Sinn, echte vierzig oder fünfzig Gramm sollte die Rute schon werfen können.

Zuguterletzt bleibt noch eine letzte Grundsatzentscheidung: Nämlich die Frage, ob die Rute mit einer Stationär- oder einer Multirolle gefischt werden soll. Selbstverständlich funktioniert eine Stationärrolle und wenn sehr leichte Köder verwendet werden oder es auf Wurfweite ankommt, ist sie auch ganz klar zu bevorzugen. Gerade beim Softjerken macht eine Multirolle ansonsten durchaus Sinn. Zum einen macht es einfach Spaß, damit zu fischen und die nach unten gerichtete Rutenhaltung wird damit etwas erleichtert, weil das Hangelenk nicht so weit abgewinkelt werden muss.