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Alles zum Angeln mit modernen Kunstködern

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Mit Softjerk auf Barsch

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ImageSoftjerks sind eine schöne und manchmal spektakuläre Möglichkeit, erfolgreich auf Barsche zu angeln. Wie im Artikel "Wann und Wo" angedeutet, ist diese Methode vor allem dann erfolgreich, wenn die Barsche im Freiwasser und an der Oberfläche Jagd auf kleine Fische machen, also vor allem im späten Frühjahr und im Sommer, wenn die grundnahe Fischerei wenig ergiebig ist.

 

ImageDiese Beute gilt es nun zu imitieren, deswegen kommen vor allem Köder zum Einsatz, die im Wasser wie ein kleines Fischchen wirken. Das bedeutet, eine Ködergröße bis 4" bzw. 10 cm ist ideal und wird von Barschen auch gerne angenommen. Attacken auf größere Köder kommen vor, allerdings kann es wirklich passieren, dass die Fische sich auf Kleinzeug "einschießen" und mit diesen Ködergrößen ist der Angler auf der sicheren Seite. 

Die Köderführung ist dabei eigentlich ganz einfach. Der Köder wird eingeworfen, oft lasse ich ihn dann einige Sekunden absinken. Vorsicht, dabei gibt es oft schon Bisse! Man kann manchmal beobachten, dass das Aufplatschen die Neugier der Barsche weckt, die dann angeschossen kommen und den scheinbar hilflosen Fisch direkt nach dem Einwurf wegpflücken. Die Rutenspitze zeigt bei der Köderführung zur Wasseroberfläche, dass ermöglich einen direkten Kontakt zum Köder und minimiert den Schnurbogen. Der Köder wird weniger eingekurbelt als vielmehr gefühlvoll gezupft. Schläge wie beim Fischen mit 'richtigen' Jerkbaits sind dabei nicht notwendig, am besten schaut man sich das mal im flachen Wasser an. Der Köder sollte dabei wie ein flüchtendes Fischen dauernd die Richtung wechseln und wie in Panik hin und her zucken. Alle fünf oder sechs Zupfer mache ich eine Pause, um einem verfolgenden Räuber auch die Möglichkeit zu geben, seine Beute zu erwischen. Tatsächlich erfolgen die Bisse oft in den Pausen, wenn der Köder taumelnd absinkt.

ImageDie Bisse kann man in klarem Wasser oft beobachten, was ein besonderer Reiz dieser Angelmethode ist. Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten, wie sich ein Fisch bemerkbar machen kann. Am häufigsten spürt man einen deutlichen Ruck - das ist dann eindeutig. Trotzdem lohnt es sich, aufzupassen, weil die Fische den Köder manchmal in der Attacke aufsammeln und damit auf den Angler zuschießen. Das merkt man daran, dass der Köder plötzlich nicht mehr spürbar ist und die Schnur erschlafft. Vor allem, wenn die Barsche im Rudel jagen, kann es vorkommen, dass mehrere Fische sich um den Köder streiten und bei dem andauernden Getacker in der Schnur nicht ganz klar ist, wann einer ihn wirklich im Maul hat.

In jedem Fall gilt es, nicht wie ein Berserker anzuschlagen, sondern erstmal zügig Schnur einzukurbeln. Das Ziel ist es, einen eventuellen Schnurbogen aufzunehmen, gleichzeitig bekommt der Räuber noch einen kleinen Moment Zeit, den Köder richtig zu packen und damit abzudrehen. Erst wenn ich den Fisch deutlich spüre, wird ein gefühlvoller Anhieb gesetzt. Der Rest funktioniert dann wie sonst auch, wobei die verwendeten Einzelhaken den großen Vorteil haben, dass Fische meist gut zurückgesetzt werden können.