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Führung der Finesse Rigs

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Dicker Barsch fein überlistet Wie beim Angeln mit Jigköpfen gibt es auch bei der Führung der verschiedenen Finesse Rigs mehrere Stile, die man je nach Angelsituation und Beißlaune der Fische durchprobieren kann. Hier gilt es sich an die jeweilige Gewässersituation, Jahreszeit und natürlich auch an das spezielle Laufverhalten des gefischten Köders anzupassen, um erfolgreich zu sein. Bis heute haben mir die im weiteren beschriebenen Führungsstile regelmäßig Fische gebracht, so dass man für den Einstieg gut damit beraten ist.

 

Texas Rig

Texas Rig did it! Beim Texas Rig sitzen die Perle und das Bulletweight direkt vor dem Köder und beides läuft frei auf der Schnur. Beim Jiggen wird das Rig durch mehr oder minder starke Zupfer mit der Rute 'zum Leben erweckt'. Dabei wird der Gummiköder inklusive Perle & Gewicht vom Grund angehoben - soweit nichts Neues also. Der Clou ist aber die Absinkphase, da das Gewicht & die Perle auf der Schnur schneller zum Grund gleiten und der Gummiköder verzögert hinterhertaumelt. Sobald das Bulletweight am Grund ankommt, stoppt das Absinken des Köders und er schwebt jetzt knapp über Grund. Dieser Moment sollte ruhig zwei, drei Sekunden lang 'ausgekostet' werden, da in dieser Phase die meisten Bisse kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Texas Rig mit kleinsten Zupfern hart am Grund entlangzittern zu lassen. Dafür sollte man schwimmende Gummiwürmer und kleine Krebs-, bzw. Larvenimitationen nehmen. Das Bulletweight wühlt dabei immer ein bißchen Sediment vom Grund auf und die Perle klackert ständig ans Gewicht. Barsche und Zander sind bei solchen Bewegungen am Gewässerboden immer schnell zur Stelle und pflücken sich den Köder direkt vom Grund weg. Bei diesem Führungsstil kann man die Rutenspitze ruhig Richtung Wasser absenken, so dass man immer direkten Kontakt zum Rig hat. Eine klasse Sache, wenn man z.B. mit stärkerem Seitenwind zu kämpfen hat.

Carolina Rig & Split-Shot Rig

Split-Shot BarschBeim Carolina Rig & Split-Shot Rig sitzt das Gewicht ca. 20 – 50 cm vor dem eigentlichen Köder. Hier macht es Sinn, das Rig durch Jiggen oder Einkurbeln anzuheben, damit das Gewicht wieder zum Grund sausen kann und der Köder in der Absinkphase ebenfalls bremst, aber dann je nach Vorfachlänge einige Zeit frei im Wasser schwebt. Diese 'schwerelose' Absinkphase ist natürlich deutlich länger als beim Texas Rig und ermöglicht eine noch langsamere Präsentation des Köders.

Man kann das Carolina & Split-Shot-Rig auch wieder sehr grundnah führen – zumindest das Gewicht und die Perle. Nimmt man stark auftreibende Gummiköder, werden diese nun in einem definierten Abstand zum Grund entlang gezupft.

Wacky Rig

Wacky BarschDas Wacky Rig kann ebenfalls sehr unterschiedlich geführt werden. Beim Jiggen wird das Rig vom Grund abgehoben und sinkt dann wieder ab. Gerade in der Absinkphase fängt der Gummiköder an, mit beiden Enden schön hin- und herzuwackeln. Kein Wunder das jetzt die meisten Bisse kommen.

Man kann das Wacky Rig aber auch hart am Grund entlang zupfen. Das geht besonders gut, wenn man 10 – 20 cm Abstand zwischen schwimmendem Köder und Gewicht hat. Dabei wird die Rutenspitze wieder abgesenkt und das Wacky Rig wird mit kurzen Zupfern geführt. Der Gummiköder huscht jetzt knapp über Grund entlang.

Wichtig ist noch, dass man die einzelnen Führungsmöglichkeiten nicht immer separat fischt. Man kann/sollte natürlich bei jedem Wurf die einzelnen Varianten kombinieren. So findet man recht schnell heraus, auf welches Bewegungsmuster die Räuber momentan am besten reagieren.